Im lichten Schatten unter Bäumen sitzen
Das war unser Traum, der sich über Jahre herausgebildet hat. Dabei haben die Lektüre unserer 280 Gartenbücher sowie diverse Besuche der Chelsea Flower Show in London unsere Vorliebe für naturalistische Gartengestaltung wachsen lassen.
Die von uns bewunderten Designer waren Peet Oudolf und vor allem Tom Stuart-Smith.
Den Ausschlag hat jedoch das Buch von Nigel Dunnett (Professor of Planting Design and Vegetation Technology an der Universität in Sheffield. Bekannte Projekte sind u.a. Queen Elisabeth Olympic Park, Superbloom Tower of London) „Naturalistische Gartengestaltung“ gegeben, in welchem die Prinzipien naturnaher Pflanzung wissenschaftlich fundiert dargestellt sind und eine nachvollziehbare Begründung dafür geliefert wird, dass Pflanzungen Menschen emotional ansprechen. Das war übrigens auch der Moment, in dem die Farbe Gelb in den Garten aufgenommen wurde und nun nicht mehr wegzudenken ist.
Dabei hat naturalistische Gartengestaltung nichts damit zu tun, den Garten ohne jede Struktur anzulegen und die Pflanzen ohne jede Ordnung ihren Ausbreitungsdrang ausleben zu lassen.
Das Ziel ist es vielmehr eine Atmosphäre von Ruhe, Ausgeglichenheit und vor allem Natürlichkeit zu schaffen, in der man sich einfach wohlfühlt und in der man verweilen möchte.
Soweit unsere Vorstellungen – und natürlich fehlt uns als Laien das Handwerkszeug diese auch umzusetzen. Deshalb haben wir uns an Profis gewandt.
Da war zuerst die KGA in Berlin, die unsere Vorgaben (kein Rasen, die Mitte des Gartens befüllen, Hügel zum Auffangen des Höhenunterschieds von ca. 3 Metern, etc.) in eine phantastische Entwurfsskizze umgesetzt hat. Die Geländestruktur und die Gehölzvorschläge haben wir auch weitgehend wie geplant umgesetzt.
Für die Staudenpflanzung haben wir daraufhin nach jemandem gesucht, der unsere Vorstellungen von naturalistischer Gestaltung teilt und diesen in Die Staudengärtnerei (Fine Molz und Till Hofmann) gefunden.